15. Generation (Fortsetzung)

18216 Johannes Martens. gestorben vor 1623 in 20095 Hamburg.

oo ?? NN
+ vor Francisci 1623 (Aufteilung seines Erbes)

erwarb 1588 zu Martine ein Erbe auf dem Brook im St Katharinenkirchenspiel im Neunen Weg.
Dieses Erbe wird nach seinem Tode zu Francisi 1623 unter seinen Kindern:
Johann, Joachim, Catharina oo mit Hans Schröder und Anna oo mit Nicol Staveel geteilt.

Quelle:
Recherche von Frau Dorothea Stöck in den Jahren 1968 bis 1976

Kind:
9108 i. Joachim (-1658)

18218 Gerhard Winstmann.

besaß seit 1581 ein Erbe, welches er 1605 an seinen Sohn Hermann abgab.

Quelle:
Recherche von Frau Dorothea Stöck in den Jahren 1968 bis 1976

Gerhard heiratete Anna Ostmann.

Sie hatten ein Kind:
9109 i. Margaretha (-1671)

18219 Anna Ostmann. gestorben am 25 Nov 1636 in 20095 Hamburg.

+ KB Hamburg St. Catharina 1636 25. Nov.
(Beerdigung)

Quelle:
Recherche von Frau Dorothea Stöck in den Jahren 1968 bis 1976

18220 Gallus Leetz. gestorben n 1623 in 20095 Hamburg. Beruf: Schiffer, Oberalter.

+ nach 1623

25.11.1605 Bürger, Schiffer, 1619 Oberalter der Schiffer
erwirbt 1599 ein Erbe bei den Mühren

Quelle:
Recherche von Frau Dorothea Stöck in den Jahren 1968 bis 1976

Gallus heiratete Martha (Leetz).

Sie hatten ein Kind:
9110 i. Johannes (-~1642)

18221 Martha (Leetz). gestorben in 1637 in 20095 Hamburg.

+ ist 1637 zu Nativitatis schon verstorben

erhält 1633 zu Letare mit ihren Kindern das Erbe ihres Mannes

Quelle:
Recherche von Frau Dorothea Stöck in den Jahren 1968 bis 1976

18222 Johannes Westphalen. gestorben vor 1646 in 20095 Hamburg.

erhält zu Cantate 1598 zusammen mit seiner Mutter Catharina und seine Schwester Isabe oo mit Joachim Peper das väterliche Erbe beim Winserbaum im St. Jacobskirchenspiel
Dieses Erbe erhält er 1628 allein, welches seine Enkel 1646 verkaufen

Quelle:
Recherche von Frau Dorothea Stöck in den Jahren 1968 bis 1976

Johannes heiratete Elisabeth (Westphalen).

Sie hatten ein Kind:
9111 i. Maria (-<1629)

18223 Elisabeth (Westphalen).

lebt 1629

Quelle:
Recherche von Frau Dorothea Stöck in den Jahren 1968 bis 1976

18224 Peter Hettling.  Geboren in Dez 1541 in 38835 Osterwieck. gestorben am 8 Mär 1611 in 38835 Osterwieck, er war 69. Beruf: Eisenhändler, Ratskämmerer.


Rechts:       Bild des Peter Hettling aus dem Epitaph in Osterwieck

Het IVb Peter Hettling,
Schulbesuch in Braunschweig, Hüttenschreiber bei Peter Engelbrecht in Ilsenburg und Ausbildung zum Eisenhändler ebd., später Eisenhändler und Ratskämmerer in Osterwieck, 1573 dort in der Knochenhauer-Innung genannt;
*Osterwieck .. 12.1541 (err.),
+ Osterwieck 8.3.1611 (69 J., 3 M. alt, ermordet, berd. 11.3.1611), ebd, in der Kirche St. Stephani "unter einem sonderlichen Leichensteine gegen dem Vogtey Stuhle". Seine noch lebenden Kinder ließen ihm das heute noch in der Kirche zu Osterwieck befindliche Epitaph im Jahre 1619 errichten;
oo Osterwieck (Hornburg?) . . . (wohl um 1570) Agnes Seeband, * Hornburg... (wohl um 1550)), + Osterwieck 12.5.1630. T. v. Jochen S., Bürgermeister zu Hornburg.

Kinder, zu Osterwieck geboren:
1. Joachim, * ..., t ... vor 1619.
2. Peter, J.U.D., immatr. Leipzig 1593, Wittenberg 1596, Helmstedt 1604, Dr. jur. 13.10.1605, * ..., beerd. Osterwieck 22.7.1629; oo ... N.N. Mutterstadt (?). Ohne Nachkommen.
3. Hans, s. Va.
4. Joachim Christoph, * ..., ... (vor 1619).
5. Gerhard, s. Vb .
6. Maria, * ..., t ... (jung).
7. Lüdecke, * ...,' ... (vor 1619).
8. Zacharias, * ..., t ... (vor 1619).
9. Johann Simon, immatr. Helmstedt 1606 (?) (als "Sigismundus Hetlinck Ostervicensis"), Magister und Licentiatus Medicinae, * . . ., ... (nach 1632/ vor 1638) "sponsus verstorben".
10. Michael, s. Vc.
11. N., wird der auf dem Epitaph als Wickelkind dargestellte Sohn sein. Altersmäßige Einordnung nicht möglich. Vermutlich starb er ungetauft und blieb somit ohne Vornamen.

Unser seel. Vatter ist von einem offenbaren Mörder Curd Napff am 11 ten Martii 1611, des Abends in der Schimrnerung, wie er von Ilsenburg gen Hauß geeilet, und die Thore schon verschloßen, bey dem Laacken Stege des Siechenhoffes zwischen unseren beyden eigenen Gärthens gantz elendiglich ermordet, und zur Kirchen St :Stephani unter einem sonderlichem Leichensteine gegen dem Voigtey Stuhle begraben; Da denn seine Wittwe und Kinder ihm beym Ausgang der grossen Kirchen Thür ein schön Epithaphium setzen laßen; (Seite 53)







Rechts:       Inschrift im Epitaph zur Geschichte der Familie


Unser seel. Vatter ist von einem offenbaren Mörder Curd Napff am 8 (korr. von 11, der Beerdigung) ten Martii 1611, des Abends in der Schimrnerung, wie er von Ilsenburg gen Hauß geeilet, und die Thore schon verschloßen, bey dem Laacken Stege des Siechenhoffes zwischen unseren beyden eigenen Gärthens gantz elendiglich ermordet, und zur Kirchen St :Stephani unter einem sonderlichem Leichensteine gegen dem Voigtey Stuhle begraben; Da denn seine Wittwe und Kinder ihm beym Ausgang der grossen Kirchen Thür ein schön Epithaphium setzen laßen; (Seite 53)




Quelle:
Heinicke, Brigitte "Die Familie Hettling und ihr Epitaph in der St. Stephanikirche in Osterwieck/Harz" MITTELDEUTSCHE FAMILIENKUNDE, Band VIII (Jahrg. 26) Heft 2, S. 49-60, Apr.-Juni 1985; Verlag Degener & Co


um 1570 als Peter war 28, er heiratete Agnes Seeband, in 38835 Osterwieck.
Sie hatten folgende Kinder:

© Familienbild der Hettlings aus dem Epitaph von 1619 in der Kirche St. Stephani in Osterwieck

i. Joachim (-<1619)
ii. Peter (-1629)
iii. Hans (1580-1626)
iv. Joachim Christoph (-<1619)
9112 v. Gerhard (~1585-1661)
vi. Maria (-<1619)
vii. Lüdecke (-<1619)
viii. Zacharias (-<1619)
ix. Johann Simon (->1632)
x. Michael (-1652)
xi. ? (-<1619)


18225 Agnes Seeband.  Geboren um 1550 in 38315 Hornburg. gestorben am 12 Mai 1630 in 38835 Osterwieck, sie war 80.

* Hornburg... (wohl um 1550),
oo Osterwieck (Hornburg?) . . . (wohl um 1570) Peter Hettling und Agnes Seeband, T. v. Jochen S., Bürgermeister zu Hornburg.
+ Osterwieck 12.5.1630.

Kinder, zu Osterwieck geboren:
1. Joachim, * ..., t ... vor 1619.
2. Peter, J.U.D., immatr. Leipzig 1593, Wittenberg 1596, Helmstedt 1604, Dr. jur. 13.10.1605, * ..., beerd. Osterwieck 22.7.1629; oo ... N.N. Mutterstadt (?). Ohne Nachkommen.
3. Hans, s. Va.
4. Joachim Christoph, * ..., ... (vor 1619).
5. Gerhard, s. Vb .
6. Maria, * ..., t ... (jung).
7. Lüdecke, * ...,' ... (vor 1619).
8. Zacharias, * ..., t ... (vor 1619).
9. Johann Simon, immatr. Helmstedt 1606 (?) (als "Sigismundus Hetlinck Ostervicensis"), Magister und Licentiatus Medicinae, * . . ., ... (nach 1632/ vor 1638) "sponsus verstorben".
10. Michael, s. Vc.
11. N., wird der auf dem Epitaph als Wickelkind dargestellte Sohn sein. Altersmäßige Einordnung nicht möglich. Vermutlich starb er ungetauft und blieb somit ohne Vornamen.

Auszüge:
Von dannen hat er sich in sein Vatterland Osterwieck niedergelaßen, seine eigen Kauffmannschafft angefangen, und sich mit meiner seel. Mutter Agnesen, Burgemeister Johann Sehbands ehelichen Tochter, welcher Mutter Catharina B Nasenwinckels Tochter gewesen, verehliget;

Unsre seel. Mutter hat in ihrem Chlristenthum von falschen verläumderischen Leuthen viel Verfolgung ausgestanden, darüber in höchste Unschuld als Ao 1605 und Ao 1620 zwier gen Grüningen gefänglich geführet, aber allemahl mit sonderbahren Ehren erlediget, bis sie Ao 1630 am 12ten May bey der elenden beträngten Kriegs=Gefahr seel. verstorben; (Seite 52-53)

Quelle:
Heinicke, Brigitte "Die Familie Hettling und ihr Epitaph in der St. Stephanikirche in Osterwieck/Harz" MITTELDEUTSCHE FAMILIENKUNDE, Band VIII (Jahrg. 26) Heft 2, S. 49-60, Apr.-Juni 1985; Verlag Degener & Co




18226 Johann von Uslar.  Geboren am 17 Mai 1547 in 38640 Goslar. gestorben am 4 Nov 1631 in 38100 Braunschweig, er war 84. Beruf: Doctor der Rechte.

aus der Leichenpredigt:
* 17.Mai 1547 in Goslar
Eltern Heinrich von Uslar und Catharina Grimme

oo 22.Nov. 1579 in Goslar Ursula Diek (+ 14.März 1612), Tochter des Jobst D: Bürgermeister von Einbeck
33 Jahre verheiratet gewesen, aus der Ehe 10 Kinder, 6 Söhne und 4 Töchter

+ 4.Nov. 1631 20.30 Uhr in Braunschweig, Alter 84 Jahre 24 Wochen
am 16 Nov. 1631 in der Kirche St. Martini (Braunschweig) bestattet

Rechts: Wappenscheibe im ehemaligen Spital St. Annenhaus Goslar 1644-1649 des Johann von Uslar


Der Jurist Johann von Uslar wurde am 17.5.1547 in Goslar geboren und starb in Braunschweig am 4.11.1631. Nach einem Studium an mehreren Universitäten war er seit 1576 in verschiedenen Ratsfunktionen am herzoglichen Hof in Wolfenbüttel tätig, 1589 als Rat und Kanzler der Äbtissin von Quedlinburg. Er war Inhaber mehrerer geistlicher Ämter an Stiften in Hameln und Braunschweig sowie am Kloster Mariental, Kanoniker des Petersbergstifts bei Goslar sowie Dekan und Senior von St. Simon und Judas. Seine Frau Ursula Diek, eine Tochter des Einbecker Bürgermeisters Jobst Diek, starb 1612; aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor. Sein Vater hieß Heinrich, sein Bruder Christoph von Uslar.

Quelle:
http://www.inschriften.net/goslar/inschrift/nr/di045-0114.html#content



Am 22 Nov 1579 als Johann war 32, er heiratete Ursula Dieck, in 38640 Goslar.

Sie hatten ein Kind:
9113 i. Hedwig (~1602-1681)


18227 Ursula Dieck.  gestorben am 14 Mär 1612 in 38300 Wolfenbüttel.

aus der Leichenpredigt ihres Mannes:

oo 22.Nov. 1579 in Goslar Ursula Diek (+ 14.März 1612), Tochter des Jobst D: Bürgermeister von Einbeck
33 Jahre verheiratet gewesen, aus der Ehe 10 Kinder, 6 Söhne und 4 Töchter

+ 14.März 1612 in Wolfenbüttel
nach Leichenpredigt am 19. März 1612 in Wolfenbüttel beerdigt
gehalten durch den Braunschweigischen Hofprediger Bastlium Satler zu Wolfenbüttel
keinerlei biographische Angaben in der Leichenpredigt!!


18228 Christoph Kauffmann. gestorben in Aug 1607. Beruf: Eisenhändler und Amtmann.

Angaben aus der Leichenpredigt seines Sohns Statius Kauffmann
Münchhäuser Eisen-Factor, später Amtmann des Klosters Leitzke
+ als Statius 4 1/2 Jahre alt war, also Aug/Sept. 1607

In 1601 Christoph heiratete Maria Wiese.

Sie hatten ein Kind:
9114 i. Statius (1603-1666)

18229 Maria Wiese.  Geboren am 7 Sep 1581 in 38855 Wernigerode. gestorben n 1644 in 38855 Wernigerode, sie war 62.

Angaben aus MyHeritage
* 7.Sept. 1581 in Wernigerode
oo I um 1601

Angaben aus der Leichenpredigt des Sohns Statius Kauffmann:

oo II nach 1607 Martin Platener, Apotheker und Rats- und Kammerherr in Wernigerode

+ nach 1644, nach der Hochzeit des Sohnes Statius und nach der Geburt ihrer Enkeltochter Dorothea Hedwig (*1643), denn Sie hat nach dem Tode der Mutter Hedwig die beiden Enkel betreut



18230 Johann Schultze. Geboren am 8 Apr 1570 in 38100 Braunschweig. gestorben am 18 Mär 1647 in 38820 Halberstadt, er war 76. Beruf: Vikar.

Inschrift des Epitaph für den Domvikar Johannes Schultze, Dom in Halberstadt:
Nichts außer dem Gekreuzigten. 1. Korinther 2. B: Hier ist begraben Herr Johannes Schultze, im Jahre 1570 am Tag vor dem Sonntag Misericordia Domini in Braunschweig geboren, im Jahr 1590 zu Halberstadt vom Herrn Dekan von Kannenberg frommen Angedenkens in das Amt eines Sekretärs aufgenommen, im Jahr 1604 zum Vicar befördert, nichtsdestoweniger im Dienst bei demselben bis zu (dessen) Tod, und so ganze 15 ununterbrochene Jahre hindurch. Hernach, im Jahre 1624, als Sekretarius des hochwürdigen Kapitels eingesetzt, endlich, nach verschiedenen Veränderungen dieser Kirche, starb er gottesfürchtig im Jahre 1647, seines Alters 77 Jahre weniger 3 (Wochen?). C: Den Lauf dieses Lebens empfängt endlich der Tod und durch die Wunden Christi (empfängt) das selige (ewige) Leben meinen (Lebenslauf).

Quelle:
http://www.inschriften.net/halberstadt-dom/inschrift/nr/di075-0273.html#content

vor 1600 als Johann war 29, er heiratete Catharina Sülze.

Sie hatten folgende Kinder:
9115 i. Hedwig (1607-1643)
ii. Christoph (1610-1651)


18231 Catharina Sülze. Geboren um 1580.

Nachname aus der Leichenpredigt des Sohnes Christoph

18232 Sethus Calvisius (Kallwitz).  Geboren am 21 Feb 1556 in 06577 Gorsleben. gestorben am 24 Nov 1615 in 04103 Leipzig, er war 59. Beruf: Komponist, Musiktheoretiker und Kantor sowie Arstonom und Mathematiker, Thomaskantor.

Quelle:
Beck, Hermann, "Calvisius, Sethus" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 100 f. [Onlinefassung];
URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd11643290X.html

Genealogie
V Jak. Kallwitz, Tagelöhner; M Elis. Kruse; ? 10.2.1595 Magd. († 13.2.1618), T des Bäckers Hans Junge in Leipzig; 2 S, 1 T.

Leben
1569 drei Jahre in Frankenhausen als Schüler (aus Leichenpredigt)
Seit 1572 war C. als „Kurrende“-Schüler in Magdeburg auf sich selbst gestellt. An welcher Schule er dort seine wohl vorwiegend humanistische und musikalische Ausbildung genoß, ist ungewiß. Von Bedeutung könnte für ihn der Unterricht oder zum mindesten die Bekanntschaft Gallus Dreßlers gewesen sein, der bis 1576 als Kantor in Magdeburg weilte. Obgleich schon 1576 an der Universität Leipzig immatrikuliert, nahm er dort erst 1580 nach einem vorausgehenden Universitätsjahr in Helmstedt seine Studien auf. Als Musiker bereits namhaft, wurde ihm 1581 das Kantorat an der Paulinerkirche zu Leipzig übertragen. 1582 folgte ein Ruf als Kantor und Lehrer für Hebräisch an die Fürstenschule Pforta. Im Mai 1594 wurde er Thomaskantor in Leipzig als Nachfolger Valentin Ottos. Nicht nur als Musiker und Musiktheoretiker, auch als Astronom und Sprachwissenschaftler erwarb er sich in jenen Jahren einen bedeutenden Ruf. Sein astronomisches Hauptwerk „Opus chronologicum“ (Leipzig 1605, Frankfurt 51685) brachte ihm den Briefwechsel mit ?Johannes Kepler. Berufungen an die Universitäten Frankfurt/Oder und Wittenberg, denen er jedoch nicht gefolgt ist, zeugen von dem anerkannten Rang seiner Arbeiten. Mit dem Wolfenbüttler Hofkapellmeister Michael Praetorius stand C. in persönlichem und brieflichem Verkehr; die Musiktheoretiker ?Johannes Lippius und Heinrich Baryphonus waren seine Schüler.

C. Musiklehre, gegliedert in Elementarlehre (Compendium musicae, 1594, 21612 unter dem Titel: Musicae artis praecepta; Exercitatio musica tertia, Leipzig 1609) und Kompositionslehre (????p???a sive melodiae condenda ratio …, Erfurt 1592, 21630), fußen auf Zarlino (Institutioni harmoniche, 1558). Zusammenfassende Überschau und sinnvolle Pädagogik in der Darstellung sind sein Hauptverdienst. Obgleich noch in der Musikanschauung der Renaissance verwurzelt, weisen einige seiner Gedanken auf die barocke Musiklehre voraus, so die besondere Bedeutung, die er der Instrumentalmusik beimißt, die Aufgabe der mensuralen Ligaturenlehre und der Proportionen, die durch den einfachen Zweier- und Dreiertakt ersetzt werden, die Erweiterung des alten Hexachords zur siebentönigen Skala, wozu er die Solmisation (ut re mi fa sol la) durch die Silbe „si“ ergänzte und sich an anderer Stelle für ein neues Bezeichnungssystem, die „Bocedisation“ (bo ce di ga lo ma ni) einsetzte. Der 2. Teil der „Exercitationes musicae duae“ (Leipzig 1600) ist eine der ältesten Geschichtsdarstellungen der Musiktheorie. - C. Kompositionen stehen der deutschen Renaissancemusik etwa Leonhard Schröters oder Dreßlers nahe. Mehr konservativ in seiner Satztechnik, schuf er eine herbe Kontrapunktik, die sich von der leuchtenden Farbigkeit eines Jacobus Gallus oder Hans Leo Haßler unterscheidet. Nur in seinen „Harmoniae cantionum ecclesiasticarum“ von 1597 geht er zu einer mehr affektbetonten homophonen Satzweise über, die den Beginn des Barockstils ahnen läßt.

Werke
Weitere Werke Abhandlung(en): Exercitationes musicae tres …, Leipzig 1611 (= Zweitaufl.); Formula Calendarii novi …, Heidelberg 1613; Elenchus Calendarii Gregoriani …, Leipzig 1613; Thesaurus latini sermones …, ebenda 1614; Enchiridion lexici Latino-Germanici …, ebenda 1614; Kompositionen: Hymni sacri Latini et Germanici …, Erfurt 1594; Harmonia cantionum ecclesiasticarum …, Leipzig 1597, 51622; Bicinia septuaginta …, ebenda 1599, 21612: Biciniorum libri duo …, ebenda 1612; Tricinia …, ebenda 1603; Der Psalter Davids, ebenda 1605 (nach Gedichten von, vor Cornelius Becker); Der 150. Psalm Davids, ebenda 1615; Unser Leben währet siebnzig Jahr, ebenda 1616; 7 Motetten im „Florilegium“, ebenda 1603; einzelne hs. Werke in versch. Bibl.; s. a. Eitner I, S. 288.

Literatur
ADB III; Lpr., Von d. Musica …, in: Mhh. f. Musikgesch. 3, 1871, S. 14; C. v. Winterfeld, Der ev. Kirchengesang I, 1843; K. Benndorf, S. C. als Musiktheoretiker, in: Vjschr. f. Musikwiss. 10.1894, S. 411 ff.; ders., Calvisiana, in: Mhh. f. Musikgesch. 33, 1901, S. 85 ff.; R. Wustmann, Musikgesch. Leipzigs I, 1909; H. J. Moser, Gesch. d. dt. Musik I, 1920, S. 510 ff.; A. Adrio in: MGG (Werke, Literatur, Kupferstich(e) von, vor Wolfgang Kilian).

Portraits
Zahlr. Stiche (Bibl. Nat. Nat. Paris, Kupf. Kab. Dresden, P -Slg. d. Dt. Mus. München).

Autor
Hermann Beck

aus Leichenpredigt:
3 Söhne und eine Tochter, ein Sohn vor ihm gestorben

Am 10 Feb 1595 als Sethus war 38, er heiratete Magdalena Junge, in 04103 Leipzig.

Sie hatten ein Kind:
9116 i. Sethus (1606-1663)


18233 Magdalena Junge.  Geboren in 1573. gestorben am 13 Feb 1618 in 04103 Leipzig, sie war 45.

Quelle:
Beck, Hermann, "Calvisius, Sethus" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 100 f. [Onlinefassung];
URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd11643290X.html

Genealogie
V Jak. Kallwitz, Tagelöhner; M Elis. Kruse; oo 10.2.1595 Magd. († 13.2.1618), T des Bäckers Hans Junge in Leipzig; 2 S, 1 T.

18234 Jakob Hermsdorff.  Geboren am 4 Apr 1581 in 09306 Rochlitz. gestorben am 5 Nov 1643 in 06484 Quedlinburg, er war 62. Beruf: Pastor, Theologe.

* 4.April 1581 in Rochlitz
Angabe aus Leichenpredigt

oo 22.Nov 1606 in Rochlitz
aus Leichenpredigt seiner Frau: 1606 acht Tage vor Advent (30.Nov 1606 war 1. Advent, juljanisch), damit Hochzeit am 22. Nov.1606 (25. Nov. 1606 gregorjanisch)
Jakob Hermsdorf war damals Archidiakon von St. Kunigund in Rochlitz.

+ 5.Nov. 1643 in Quedlinburg
beerd. 24.So. p. Trin. 1643
aus seiner Leichenpredigt

1612 bis 1632 Oberpfarrer und Superintendent an der Stiftskirche St. Servatii in Quedlinburg
1595 Kurfürstliche Schule in Meißen
1604 Magister in Leipzig
1606 Pastor in Rochlitz zu St. Kunigund (7 Jahre)
1613 Superintendur in Quedlinburg
1634 wegen Schlaganfall auf der linken Seite suspentiert worden und mit gnädiger Provision versehen
6 Kinder aus der Ehe, 3 Söhne und 3 Töchter davon 1Sohn und eine Tochter jung verstorben
10 Enkel erlebt, von denen noch fünf leben


weitere Quelle:
http://hermsdoerfer.familyds.com/hermsdoerfer/individual.php?pid=I1068&ged=hermsdoerfer

weitere Quelle:
Deutsches Geschlechterbuch, Bd. 39, Machholz, Ernst, 1923, Seite 590

Am 22 Nov 1606 als Jakob war 25, er heiratete Rosina Stockmann, in 09306 Rochlitz.

Sie hatten folgende Kinder:
i. Bartholomäus (-1639)
ii. Dorothea
iii. Michael (1616-)
9117 iv. Sophia (-1669)


18235 Rosina Stockmann.  Geboren am 22 Apr 1587 in 09306 Rochlitz. gestorben am 19 Apr 1639 in 06484 Quedlinburg, sie war 51.

* 22.April 1587 in Rochlitz
stammt aus ihrer Leichenpredigt (julianisch)

oo 22.Nov 1606 in Rochlitz
aus ihrer Leichenpredigt 1606 acht Tage vor Advent (30.Nov 1606 war 1. Advent, juljanisch), damit Hochzeit am 22. Nov.1606 (25. Nov. 1606 gregorjanisch)
Jakob Hermsdorf war damals Archidiakon von St. Kunigund in Rochlitz.

+ 19.April 1639 in Quedlinburg zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags (Freitag, daher Angaben julianisch)
aus ihrer Leichenpredigt: Beerdigung an ihrem 52. Geburtstag also dem 22. April 1639; ihr Sohn Bartholomäus ist 8 Wochen vorher gestorben (Feb. 1639)

6 Kinder, davon 3 Söhne und 3 Töchter

Die Angaben in der Leichenpredigt müssen julianisch sein, da sie an einem Freitag (damit 19.April) gestorben ist und ihre Beerdigung am 22.April war (1639).

Quelle:
ihre Leichenpredigt
http://diglib.hab.de/drucke/lpr-stolb-12968/start.htm

weitere Quelle:
http://hermsdoerfer.familyds.com/hermsdoerfer/individual.php?pid=I1070&ged=hermsdoerfer

18236 George Burchard. Geboren vor 1595. gestorben n 1643, er war 48. Beruf: Verwalter und Freisaß.

Verwalter auf dem Sankt Johannes Hof in Quedlinburg
Freysaß zu Westerhausen und Reider

Angaben aus der Leichenpredigt des Sohnes Heinrich

vor 1615 als George war 20, er heiratete Catharina Otte.

Sie hatten ein Kind:
9118 i. Heinrich (1616-1673)

18237 Catharina Otte. Geboren vor 1597. gestorben n 1643, sie war 46.

Angaben aus der Leichenpredigt des Sohnes Heinrich


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